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Autorenportrait Reinhard Lackinger
Reinhard Lackinger, geboren am 31.1.1947 in Kapfenberg, Österreich. Nach Volks-Haupt-und Berufschule - Betriebsschlosser - Gesenkschmiede der Böhlerwerke, zwischendurch Wehrdienst österr. Bundesheer - "Sanitätsgefreiter" ;-)
1968 Vorbereitungskurs für Entwicklungshilfe in Köln/Deutz und Euskirchen. Sprachlehrgang 1968 in Lissabon. Einsatzprojekt in Jequitibá, Bahia, Brasilien von Mai 1969 bis Dezember 1970. Nach dem vorzeitigen Abbruch meines Einsatzes bin ich ausgestiegen und in Salvador / Brasilien geblieben. Berufschullehrer, Techn.Zeichner, Werkstättenleiter und Vertragsmanager. Seit 10 Jahren selbständig, Werkzeugbau. Betriebswirtschaftstudium an der Universidade Católica do Salvador. 1982 Graduierung. Post-Graduierung, Universidade Federal da Bahia 1993.
Seit 1986 Veröffentlichungen in Tageszeitungen von Salvador.
Cartoons, Chroniken und Leserbriefe. 1994 Gründung einer NGO, einer Umweltschutzgruppe, die sich für den Lärmschutz einsetzt. Verheiratet seit 1972 mit Maria Alice, Brasilianerin, Biologielehrerin, die auch Gedichte schreibt. Keine Kinder. Hund, Katze oder Wellensittich... auch keine.
1996 Gründung des Internet-Stammtisches für Auslandsösterreicher.
Unter Literatur verstehe ich jeden Text, der mit "Schmäh" geschrieben und auch gerne gelesen wird.
Ganz genau kann ich mich an meine ersten literarischen Bemühungen erinnern! Ich war als Kind lange Zeit Sparring-Partner meines einzigen, um 6 ½ Jahre älteren Bruders (er ist 1997 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen) . Er sekkierte mich so lange bis ich reagierte und wütend auf ihn losging. Dann schlug er mich. Bei diesen Gefechten ging meistens etwas kaputt. Eine Fensterscheibe oder so. Wenn es zu materiellen Schäden kam, kriegte ich auch noch die Hand des Vaters zu spüren... Als ich halbwegs alphabetisiert war, schrieb ich meine Entrüstung in Briefen an meine Eltern nieder. Dies führte immer zur allgemeinen Belustigung der Familie. Seither glaube ich an meine humoristische Ader.
Mein Lieblingsautor: Hemingway. So wie Ernest Hemingway, so verkörpere auch ich alle meine Schreibereien. Meine Texte sind nicht wie die Eier eines Huhns, sondern wie der Schinken eines Schweines. Mein Bürgerkrieg passiert täglich vor meiner eignen Haustür. Die Mißstände der Dritten Welt bedrängen mich von früh bis spät. Ein Bewußtsein, bei dem mir oft Pamphletarisches in die Tasten rutscht und es nicht leicht fällt, Texte mit Humor zu schreiben.
Vorliebe für alle Texte, die sich mit den Problemen der Entrechteten und Unterdrückten befassen. Mit Rassismus und sonstigen Ausgrenzungen, ich bin aber kein anachronischer Nazihetzer... Ich schätze z.B. Frantz Fanon und seine Texte, die den Neo-Kolonialismus anprangern. So las ich in meiner Jugendzeit auch "alles" von Graham Greene, Heinrich Böll und später Aldous Huxley. Früher noch Karl May, Mickey Spillane und nicht zuletzt Erich Kästner.
Veröffentlichungen: 1986 - 1991 Cartoons in der nordostbrasiliansichen Tageszeitung A TARDE "Zé Ruralino & Dr. Urbano". Ein armer Landarbeiter schuftet auf einem Landgut, das einem Herren gehört, der in der Stadt lebt. Satirische Beobachtungen, um die unsinnige Landwirtschaft Brasiliens zu bekritteln. Chroniken und Leserbriefe im selben Stile.
1997 - 1999 Beiträge für das Kapfenberger Kulturmagazin Reibeisen.
1998 Erzählungsband ADE FAVELA Aus dem Alltag Brasiliens, Buchverlag Leykam, ISBN 3-7011-7375-3
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