Kehricht

Gesellschaft und Literatur im Netz

zurück zur Übersicht Kehricht zur neuesten 'Volksfest' - Ausgabe
   

Autorenseite

Stefan T. Pinternagel

 

 

Die Fragen Die Antworten
Name? Stefan T. Pinternagel
Herkunft/Beruf und andere persönliche Angaben? 1965 in Straubing geboren/mittlere Reife, Lehre als Heizungsbauer, arbeitslos, Betriebsschlosser, Büroassistent, technischer Angestellter, EDV-Sachbearbeiter, Langzeitarbeitsloser, Einsatzleiter im Bereich Netzwerkinstallation, z.Zt. Kundenberater in der Datn-Netzwerk-Technik, dazwischen verschiedene Jobs als Tellerwäscher, Hausmeistergehilfe, in einer Getränkefabrik, etc./Extrabreit und EA80 geschädigt.
Alter (1999)? 34
Veröffentlichungen in Zeitschriften/Büchern? Seit dem Beginn seines Schreibens mit über 90 Gedichten/Storys etc. in unterschiedlichen Literaturzeitschriften (von Kult bis Impressum) und Anthologien, sowie in einer Einzelpublikation /Roman und Kurzgeschichten) bei Goblin-Press. 1996 setzte die Band WIRR-WAHR einige seiner Gedichte musikalisch um. Seit 1997 ist er mit seinen Stückn auch in den neuen Medien vertreten. So erschienen vier Storys und demnächst der Roman 'Cyber Junk' in der DISKOMAN-Serie und Gedichte und Kurzgeschichten auf CD-Roms und verschiedenen Internet - Seiten.

Neueste Veröffentlichung ist das Tschenbuch 'ACIDHEAD' im Klaus Bielefeld-Verlag (ISBN 3-932325-28-1). Gerne würde er auch seine Lyrik in einem Band veröffentlichen (also Verlage aufgemerkt, es lohnt sich). Anfragen bitte an die unten angegebene Anschrift.

Kannst Du Angaben zur Entstehung deines Schreibens machen? Ich schreibe seit meinem 12.Lebensjahr, fing damals mit Horror- und SF-Storys an. Mein erster Roman, den ich mit 13 Jahren schrieb, war ein ziemlich blutrünstiges Massaker - meine Mutter wollte mich daraufhin zum Psychiater schicken. Später schrieb ich viele Gedichte. Das hat sich inzwischen geändert. Ich konzentriere mich mehr auf die Prosa, vor allem auf die längeren Stücke und Romane. Die vielen Geschichten, die ich im Kopf habe, werde ich vermutlich gar nicht alle umsetzen können, weil meine Zeit dafür nicht ausreicht.
Besonders verehrte oder gern gelesene Autoren? im Bereich der Prosa: Jörg Fauser, William S.Burroughs, Hubert Selby, Oscar Wilde

im Bereich Lyrik: Charles Baudelaire, Kafka, Gottfried Benn

Was bedeutet dir Literatur? Sie ist eine mehr als nur Leidenschaft, sie ist ein MUSS. Selbst wenn meine Stücke nicht (was auch über Jahre hinweg so war) oder dermassen verrissen würden, daß ich das Gefühl bekomme, ich schreibe ausschließlich Schrott, MÜSSTE ich weiterschreiben. Ich stelle während meinen Phasen exzessiven Auslebens immer wieder fest, daß ich, wenn ich nicht schreibe, unzufrieden, ja schon fast depressiv werde. Wahrscheinlich bin ich ein Literaturjunkie. Wenn mir der (Lese)stoff ausgeht, verfalle ich in panische Zustände - inzwischen bunkere ich Bücher, damit ich nicht in diese Situation komme. Ähnlich wie ein Alkoholiker, der sich den Kühlschrank mit Bier vollstopft (meine Bücher bewahre ich natürlich NICHT im Kühlschrank auf!)

Das Schreiben ist für mich eine Notwendigkeit wie essen, schlafen und gelegentlich mit einer Frau ins Bett zu gehen. Ich mache mir - vielleicht deswegen, weil ich es als Selbstverständlichkeit ansehe - darüber auch keine große Gedanken.

Was mich aber immer wieder an den Rand der Verzweiflung bringt, ist die Sezierung von Texten - besonders grausam finde ich das im Zusammenhang mit Gedichten. Es ist, als ob man eine Blume zerpflückt, zerstückelt, um hinter das Geheimnis ihrer Schönheit zu kommen, anstatt sich an ihrer Schönheit zu erfreuen. Ein Germanistikstudium käme für mich schon allein aus diesem Grund nicht in Frage - es würde mir das Herz brechen.

Prinzipiell empfinde ich das Lesen (mehr noch als das Schreiben) verdammungswürdig. Ebenso wie das Fernsehen, Theateraufführungen, etc. In den meisten Fällen handelt es sich dabei nur um die Flucht aus der Realität, um Zeit und Geldverschwendung. Ein Bekannter hat mich einmal, als er meine Bücherregale sah, gefragt: "Hast du die Bücher schon alle gelesen?" Als ich dies bejahte, schüttelete er den Kopf und sagte: "Hast du sonst nichts zu tun?" Ich kann ihm nur recht geben. Wie gesagt: Prinzipiell.

Grundsätzlch denke ich, daß für das Schreiben kein Talent notwendig ist - ebenso wenig wie für jede andere Sparte der Kunst. Was zählt ist Übung, wie in jedem Handwerk, originelle Ideen, der Wille sie umzusetzen und der Mut, durch ungewöhnliche Konzepte sein 'Produkt' an den Mann zu bringen. Gewöhnliche, gebräuchliche Konzepte gibt es zur Genüge: Im Bereich der Literatur möchte ich nur Daniell Stel, Stephen King oder Konsalik erwähnen. Diese Art von Literatur wurde von Leuten geschrieben, die Geld machen wollen. Wer mehr leisten will, einen Nachlass (oder wie man es auch nennen mag) für die vergängliche Welt anstrebt, der sollte sich vom Mainstream absetzen. Aber wohin soll man sich absetzen? Selbst der Social Beat, Slam Poetry oder der sogenannte Underground sind inzwischen kommerziell erschlossenes Allgemeingut für frustrierte Hausfrauen und genervte Manager...

Hast du besondere literarische Vorlieben?/ein besonderes literarisches Ziel? Vielleicht einmal das Glück zu haben, einen Bestseller zu verbrechen - oder noch Besser: einen Goodseller!

Von Marcel Reich-Ranizki dermaßen in den Boden gestampft zu werden, daß NICHTS Gutes mehr übrig bleibt!

Wo kann der interessierte Leser noch mehr von dir lesen? http://www.fortunecity.de/lindenpark/hegel/87
erreichbar Stefan T-Pinternagel, Herwartstraße,7, 86152 Augsburg

email: spinternagel@lech-valley.de

zur Lyrik 'es ist so' zur Lyrik 'Im Menschenheim'
zur Lyrik 'Deutschland' zur Lyrik 'Von diesen'
zur Lyrik 'Eigenheim' zur Kutzprosa 'Arenalintourismus'
zur Lyrik 'Ich Deutsch' zur Kurzprosa 'Die Hoffnung auf Morgen'
Gesammelte Erfahrungen zur Kurzprosa 'Fuckcity'
Am Tag nach dem Leben(Über Jörg Fauser) zur Kurzprosa 'Kurz und knapp'
Dem Tag ein Dorn im Auge (Prosa) Beziehungsweise (Lyrik)
Opfer (Literatur der Woche 3.Oktober) Fügung (Lyrik)
Protagonist NebenWirkungen (Lyrik)

 

 

 

zurück zur Startseite Kehricht zurück an den Anfang
zur neuesten 'Volksfest' - Ausgabe  

Diese Lyrik wurde im April 1999 in die Kehrrichtseiten gestellt. Die letzte Überarbeitung erfolgte am 4.April 1999. Das copyright liegt bei der Autorin/dem Autoren. Fragen und Anregungen in Bezug auf Seitengestaltung und Inhalt können sie auch auch den Herausgeber der Seiten üer email oder auf dem normalen Postweg richten: zauberhaft1@gmx.net oder Kehrricht/A.Büngen, Bachstraße 4, 26197 Großenkneten