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Marc Haunschild |
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| September (Für Michaela) |
| Mir ist, als fielen von den Bäumen erste Blätter, | |
| und als brächte lauer Wind sie aus dem Wald. | |
| noch herrscht, so hört man, sommerliches Wetter, | |
| vor den Städten aber wird es nachts schon kalt. | |
| Das Lachen, was die Mädchen in die Länder streuten, | |
| sparen sie jetzt für den Einen auf zu Haus. | |
| Und wie die Kinder munter spielten, die sich freuten, | |
| so breitet sich der Regen heut in unsern Straßen aus. | |
| Das Lachen und die Kinder sind nun hinter Fenstern. | |
| Und hofften auch die Einsamen auf etwas Spaß, | |
| so müssen sie gleich dunklen, hungrigen Gespenstern | |
| die nassen Nasen plätten an dem Fensterglas. | |
| Es sind unzählbare Viele, die mit müden Schritten | |
| durch die Straßen ziehen, und mitunter scheint es, | |
| als würden manche wie die Blätter Wind erbitten, | |
| um mit ihm zu fliehen - und tief drinnen weint es. | |
| Die schwarzen Wolken machen bange Seelen bänger | |
| und manchen zieht schon gar nichts mehr hinaus. | |
| Die engen Herzen schnürt es noch ein wenig enger | |
| und vielen reicht zur Zeit ein Schneckenhaus. |
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Diese Lyrik wurde im April 1999 in die Kehrrichtseiten gestellt. Die letzte Überarbeitung erfolgte am 15.April 1999. Das copyright liegt bei der Autorin/dem Autoren. Fragen und Anregungen in Bezug auf Seitengestaltung und Inhalt können sie auch auch den Herausgeber der Seiten üer email oder auf dem normalen Postweg richten: zauberhaft1@gmx.net oder Kehrricht/A.Büngen, Bachstraße 4, 26197 Großenkneten