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Die eigenen Erwartungen
Ich stehe mitten in der Menschenmasse und Blicke ängstlich in
die
erwartungsvollen Augen der anderen. "Na, ob sie das schaffen
wird", "Sie ist
ja so mutig", "Ich glaube nicht, dass sie die Beste
ist", "Schau, wie sie da
steht". Ich höre diese Stimmen, mir wird übel. Ich lasse
meine Lider
zuklappen, um die Tränen zu halten. Ich versuche mich zu
konzentrieren bis
ich mein klopfendes Herz spüre und meinen Atem höre. Ich
beruhige meinen
schnellen Atem, hole tief Luft und lasse sie langsam wieder
ausströmen. Ich
finde meinen eigenen Rhythmus, bewege mich mit ihm. Ein Lächeln
erreicht mein
Gesicht. Ich öffne die Augen.
Nichts von alle dem. Leere Gesichter überall, keine Erwartungen,
nur meine
eigenen. Die skeptischen Stimmen gehören mir selbst. Doch jetzt
wird mir
klar, ich muß nicht überall die Beste sein. Wenn ich etwas
nicht schaffe,
gibt es keinen Grund zur Sorge. Und auch Mut kann man sich mit
der Zeit
aneignen. Die neue Erkenntnis hält meinen Kopf aufrecht und
läßt meine
Augen noch etwas skeptisch die Möglichkeiten prüfen. Was auch
immer ich
mache, ich muß in erster Linie mir selbst gerecht werden.
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